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Volles Haus bei der TVM-Mitgliederversammlung 2008
Tennisspieler spielen künftig mit „Handicap“
Einteilung in 23 Leistungsklassen soll Mogeleien bei den Mannschaftsmeldungen verhindern
Da kommt was auf die Tennisspieler im Verbandsgebiet des Tennisverbandes Mittelrhein (TVM) zu: Um zu erreichen, dass es bei den Verbandsspielen künftig regelkonform zugeht und auch sichergestellt ist, dass die Spieler tatsächlich in der Reihenfolge ihrer Leistungsstärke gemeldet werden und antreten, werden alle Freunde des „weißen Sports“ in insgesamt 23 Leistungsklassen eingeteilt: Das persönliche Handicap – Golf lässt grüßen – jetzt auch im Tennis. „Die Spieler der offiziellen Rangliste gehören der Leistungsklasse 1 an, wer einen Tennisschläger zu halten weiß, der wird in der untersten Klasse 23 eingruppiert“, so TVM-Geschäftsführer Uli Hampel ein wenig scherzhaft, der mit dieser Regelung ein gutes Instrument sieht, die Wettspielordnung umzusetzen, die da verlangt, dass die Spieler in der Reihenfolge ihrer Spielstärke antreten müssen. Wurde bislang diese Rangliste von den Klubs „auf Ehre und Gewissen“ geführt, so übernimmt diesen Job künftig der unbestechliche Computer auf der TVM-Geschäftsstelle in Köln-Chorweiler, der alle Begegnungen nach einem Punktesystem auswertet. Zum Übergang wird in der Sommersaison 2009 eine Eingruppierung durch den „Verbands-Rechenknecht“ erfolgen, bei der dann jedoch die Vereine in Einzelfällen noch ihr Veto einlegen können, bevor es 2010 „richtig ernst“ wird.
Diese gravierende Maßnahme, die nach und nach wohl von allen Landesverbänden im Deutschen Tennis-Bund eingeführt wird, stellte TVM-Sportwart Dr. Friedhelm Kettner beim Verbandstag in Köln vor und versprach sich davon einen größeren Run auf angebotene Turniere, weil diese eine weitere Möglichkeit bieten, mit Siegen aus den unteren Rängen aufzusteigen und den Makel eines zu hohen Handicaps los zu werden.
Ungewöhnlich zahlreich waren die Delegierten diesmal im Klubhaus des KTHC Stadion „Rot-Weiß“ zusammengekommen, ging es doch auch darum, endgültig über einen Antrag des Verbandsvorstands abzustimmen, ob der im letzten Jahr versuchsweise eingeführte Wettspiel-Tiebreak im dritten Satz bis zehn endgültig im Regelwerk festgeschrieben werden sollte. Und siehe da: Diesmal war die Zahl der Befürworter sogar noch größer als beim Start dieses Versuchsballons im vergangenen Jahr. Kettner brachte es auf den Punkt: „Durch die damit verbundene Verkürzung der Matchdauer wird Tennis für die Spieler und für die Zuschauer interessanter“.
Quelle: http://www.tvm-tennis.de/Verbands-News
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